Skip to main content

StoryScan

Craig Gillespie

Supergirl

(2026)

Besetzung: Milly Alcock (Kara Zor-El / Supergirl), Eve Ridley (Ruthye), Matthias Schoenaerts (Krem of the Yellow Hills), Jason Momoa (Lobo), David Corenswet (Superman)
Drehbuch: Ana Nogueira
Originaltitel: Supergirl
DC Studios / Warner Bros. Pictures + 2026 | ca. 108 Minuten
Format: Film | Genre: Superhelden, Science-Fiction, Action | FSK: ab 12 
Handlung: Nach der Zerstörung Kryptons führt Kara Zor-El ein rastloses Leben im All. Als ein brutaler Gegner ihr persönlich schadet, schließt sie sich widerwillig mit einer jungen Gefährtin auf einer epischen, interstellaren Reise der Rache und Gerechtigkeit zusammen.

Kurzbewertung

Handlung & Storytelling:

Schauspiel & Charakterdarstellung:

Regie & visuelle Umsetzung:

Drehbuch & Dialoge:

Sounddesign & Musik:

Gesamtbewertung:

In einer Zeit, in der Superheldenfilme oft wie am Fließband produziert wirken, kommt „Supergirl“ wie ein frischer Wind durch das DC-Universum. Der Film erzählt die Geschichte von Kara Zor-El, die nach der Zerstörung Kryptons ein nomadisches Leben im All führt und sich mit ihrer eigenen Trauer und Wut auseinandersetzen muss. Als ein brutaler Gegner ihr zu nahe kommt, schließt sie sich widerwillig mit einer unerwarteten Gefährtin auf einer epischen Reise durch die Galaxis zusammen – auf der Suche nach Rache und Gerechtigkeit.

Was mich persönlich an diesem Film gereizt hat, war vor allem die Besetzung von Milly Alcock als Kara. Ich habe sie bereits in anderen Rollen gesehen und war gespannt, wie sie diese ikonische Figur mit Leben füllen würde. Meine erste Erwartung war ehrlich gesagt gemischt: Ein weiterer DC-Film nach „Superman“: Würde er halten, was die Comics versprechen? Der erste Eindruck nach den Trailern war vielversprechend: Eine rauere, verletzlichere Supergirl, die nicht perfekt ist, sondern authentisch. Und ja, der Film hat mich nicht enttäuscht.

Inhalt (ohne Spoiler!)

Im Zentrum steht Kara Zor-El, alias Supergirl – eine junge Frau, die den Verlust ihrer Heimat und ihrer Familie verarbeiten muss. Im Gegensatz zu ihrem Cousin Superman, der oft als leuchtendes Vorbild der Hoffnung dargestellt wird, ist Kara eine Getriebene, die mit ihrem Schmerz ringt und noch ihren Platz in der Welt (oder besser: im Universum) sucht. Sie ist tough, sarkastisch und hat eine gewisse „I don’t care“-Attitüde, die sie unglaublich sympathisch macht.

Die Geschichte spielt hauptsächlich im Weltraum, auf verschiedenen Planeten und in einer kosmischen Kulisse, die Science-Fiction und Superhelden-Action wunderbar verbindet. Der zentrale Konflikt dreht sich um persönliche Rache und die Frage, wie weit man gehen darf, wenn das, was einem lieb ist, bedroht wird. Kara trifft auf eine junge Gefährtin (wunderbar gespielt von Eve Ridley), die ihre eigene tragische Geschichte mitbringt, und gemeinsam navigieren sie durch Bedrohungen, die weit über simple Schurkenbekämpfung hinausgehen. Es geht um Trauma, Freundschaft, Verantwortung und die dünne Linie zwischen Heldentum und Vergeltung.

Meine Meinung

Die Regie von Craig Gillespie ist dynamisch und visuell ansprechend. Der Film hat einen frischen, fast indie-mäßigen Touch in manchen Szenen, der sich wunderbar mit großen Action-Momenten abwechselt. Der visuelle Stil ist nicht immer überladen mit CGI-Overkill, sondern lässt Raum für praktische Effekte, coole Alien-Designs und atemberaubende Weltraum-Panoramen. Manche Planeten-Sequenzen fühlen sich richtig episch und lebendig an – hier merkt man, dass jemand mit einem klaren Blick für Charakter und Stimmung am Werk war.

Das Schauspiel ist das absolute Highlight. Milly Alcock trägt den Film auf ihren Schultern und liefert eine Performance, die man so schnell nicht vergisst. Sie verkörpert Kara mit einer Mischung aus Verletzlichkeit, Wut, Humor und purer Power, die absolut mitreißend ist. Man fiebert mit ihr mit, lacht mit ihr und spürt ihre innere Zerrissenheit. Das ist keine flache „Girl Power“-Figur – das ist eine echte, komplexe junge Frau, die Superkräfte hat, aber vor allem mit sich selbst kämpft. Ihre Chemie mit den anderen Darstellern, besonders in den ruhigen Momenten, ist hervorragend. Auch Jason Momoa als Lobo bringt genau den richtigen chaotischen, übertriebenen Spaß mit, den man von der Figur erwartet.

Die Handlung ist spannend und originell genug, ohne sich zu sehr in überkomplizierte Plothandlung zu verstricken. Sie ist vorhersehbar in den großen Bögen (es ist schließlich ein Superheldenfilm), aber die Art und Weise, wie die Beziehungen und emotionalen Momente entwickelt werden, fühlt sich frisch an. Man muss kein DC- oder Superman-Fan sein, um hier mitzukommen. Der Film steht wunderbar für sich und unterhält auf ganzer Linie.

Besonderheiten? Die emotionale Tiefe bei gleichzeitiger großer Action, der Fokus auf eine weibliche Heldin, die nicht perfekt sein muss, und ein Hund namens Krypto, der das Herz höher schlagen lässt. Der Film balanciert Humor, Drama und Spektakel geschickt aus.

Stärken & Schwächen

Das hat besonders gut funktioniert:

  • Milly Alcocks Darstellung: Absolut brillant. Sie gibt Kara eine Tiefe und einen Charme, der den gesamten Film trägt. Ihre physische Präsenz in den Action-Szenen ist beeindruckend, und die emotionalen Szenen gehen unter die Haut.
  • Die Weltraum-Abenteuer und die Dynamik zwischen den Hauptfiguren: Die Reise fühlt sich abwechslungsreich und emotional authentisch an. Die Momente der Freundschaft und des Zusammenhalts sind herzerwärmend.
  • Der Soundtrack und die Action-Choreografie: Dynamisch, mitreißend und nie langweilig. Man sitzt wirklich auf der Kante des Sitzes. Vor allem, wenn man wirklich dringend mal wohin muss und einfach kein Moment da ist, an dem man sagt „ja, komm… jetzt ist langweilig genug … ich renn schnell“

Das hätte besser sein können:

  • Manche Nebenhandlungen oder visuelle Effekte wirken etwas routiniert und hätten noch etwas mehr Feinschliff vertragen. Der Film ist kein perfektes Meisterwerk, das jede Erwartung sprengt.
  • An ein paar Stellen hätte die Erzählung etwas straffer sein können, ohne dass man das Gefühl hat, es zieht sich minimal.

Trotzdem: Das sind kleine Kritikpunkte in einem insgesamt sehr unterhaltsamen Gesamtpaket.

Fazit

„Supergirl“ ist perfekt für alle, die Lust auf einen unterhaltsamen, herzerwärmenden und actionreichen Superheldenfilm haben, der nicht nur auf Spektakel setzt, sondern auch auf Charaktere mit echter Tiefe. Egal ob du schon lange DC-Fan bist oder einfach nur einen guten Kinofilm suchst – hier wirst du bestens bedient.

Das Highlight war eindeutig Milly Alcock in der Hauptrolle. Sie ist der Grund, warum dieser Film fliegt. Ihre Leistung macht aus einem „ganz netten“ Superheldenfilm etwas Besonderes und gibt Hoffnung für die Zukunft des DCU.

Klare Sehempfehlung! Geht ins Kino, lasst euch mitreißen und genießt eine Heldin, die nicht alles perfekt macht, aber dafür umso authentischer ist. „Supergirl“ unterhält wunderbar von der ersten bis zur letzten Minute – und das ist in der heutigen Blockbuster-Landschaft alles andere als selbstverständlich. Ein solider, charmanter und mitreißender Beitrag zum Genre.

 

0 0 Bewertungen
Artikel Bewertung
Abonnieren
Benachrichtigen bei
0 Kommentare
Älteste
Neueste Meistbewertet
0
Deine Meinung würde uns sehr interessieren. Bitte kommentiere.x