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sherlock
© Barbara Behr, Coppenrath Verlag GmbH & Co. KG

Kai Haferkamp

Sherlock Holmes

Die mysteriöse Jagd durch London

Illustrationen/Grafik von: Barbara Behr
Verlag: Coppenrath Verlag GmbH & Co. KG | Erscheinungsjahr: 2021 | Spieler: 1 (max. 2) | Spieldauer: 24 Tage 
Genre: Escape, Rätsel, Adventskalender | Schwierigkeitsgrad: Mittel
Spielinhalt/Rückseitentext: Ein ganz persönlicher Fall hält Sherlock Holmes in Atem: Sein treuer Begleiter Watson ist verschwunden! Es beginnt eine abenteuerliche Rätseljagd durch London, die in 24 Tagen zu bedeutenden Orten der Stadt und dabei auch zu vergangenen Fällen des Meisterdetektivs führt. Doch der unbekannte Widersacher scheint ihm immer einen Schritt voraus zu sein. Ein Escape-Spiel für den Advent mit unvergleichlichem Rätselfaktor. In der Schmuckschachtel befinden sich 25 Rätselkarten, ein Begleitheft sowie ein Faltplan Londons.

Kurzbewertung

Spielmechanik & Spannung:

Idee & Originalität:

Material & Aufmachung:

Spielerinteraktion & Dynamik:

Regelwerk & Zugänglichkeit:

Gesamtbewertung:

Ja, ich weiß: März ist nicht gerade Adventszeit. Aber der Kalender ist erst jetzt bei mir angekommen, und ich hab ihn trotzdem durchgespielt – weil warum nicht? Ein bisschen weihnachtliche Stimmung im Frühling schadet nie. Und ob man es nun innerhalb eines Tages oder innerhalb von 24-Tagen löst… Bei den ersten Sonnenstrahlen erst einmal durch das winterliche London rätseln!

Aufmachung & Material

Die Verpackung ist wirklich ein Highlight: weihnachtlich-gold lackiert, edel und hochwertig. Man merkt sofort, dass hier Wert auf Optik gelegt wurde. Drin findet man:

  • 25 Rätselkarten
  • Ein Begleitheft (mit Einleitungsgeschichte, Übersicht zu Sherlock-Holmes-Fällen und Lösungshilfen)
  • Einen wunderschön gestalteten Stadtplan von London – altmodisch gezeichnet, mit tollem Vintage-Look, der perfekt zur Atmosphäre passt.

Alles fühlt sich absolut premium an: Dickes Papier, schöne Druckqualität, nichts wackelt oder wirkt billig. Der Stadtplan allein ist schon fast ein kleines Kunstwerk.

Spielprinzip & Story

Ein ganz persönlicher Fall hält Sherlock Holmes kurz vor Weihnachten in Atem: Sein treuer Freund und Begleiter Dr. John Watson ist verschwunden! In ganz London sind verschlüsselte Nachrichten versteckt, die Hinweise auf Watsons Aufenthaltsort geben. Es beginnt eine abenteuerliche Rätseljagd, die über 24 Tage zu bedeutenden Orten der Stadt führt – und dabei auch zu vergangenen Fällen des Meisterdetektivs.

Jeden Tag öffnet man die passende Karte (römische Zahl = Datum, z. B. II für 2. Dezember). Die Lösung führt zum nächsten Ort auf dem Stadtplan-Ausschnitt. Man darf Hilfsmittel nutzen (Internet, Nachschlagewerke, Lösungstipps im Heft), was super fair ist. Die Einleitungsgeschichte (ca. 6 Seiten) setzt den Ton – klassisch, stimmungsvoll und motivierend.

Innerhalb der Rätselkarten und der dort jeweils kurz weitergeführten Story, gibt es einige kleine Wiederholungen wie das Überreichen von Zetteln usw. Ich glaube, es fällt eben weniger auf, wenn man nur ein Rätsel pro Tag löst, statt direkt alle 24 hintereinander. Aber das ist jetzt auch wirklich Kritik auf hohem Niveau. Ich hätte mir vielleicht hier und da mehr kleine Infos zu den alten Fällen gewünscht.

Rätsel & Schwierigkeit

Die Rätsel sind knifflig und abwechslungsreich – auch mit Bezug zu echten Sherlock-Holmes-Geschichten. Man braucht Sherlock-Wissen, Logik, Kreativität und manchmal Google. Ohne Internet hätte ich nicht alles geknackt – mein Wissen reicht da nicht so weit. Das ist aber kein Minus: Es macht Spaß, zu recherchieren und „Aha!“-Momente zu haben. Ich bin eben beispielsweise bei Sternbildern nicht gerade die große Leuchte, auch wenn ich den großen Wagen noch zuordnen konnte.

Die Lösungshilfen im Heft sind okay, aber leider oft zu vage („Schau in die Mitte“ – ja, danke, das war ohnehin auch mein erster Gedanke…). Richtig schade: Es gibt keine expliziten Lösungen! Wenn man stecken bleibt, hilft nur Ausschlussverfahren. Dadurch, dass es immer drei Antwortmöglichkeiten sind, ist es im Zweifel eben 2x falsch liegen, bis man den nächsten richtigen Ort und damit die richtige Karte erwischt hat. Das hat mich bei 2–3 Rätseln richtig genervt, da ich einfach gerne die Lösung wüsste – ein echter Lösungsteil am Ende hätte den Kalender fast perfekt gemacht.

Fazit

Hübsch gemacht, thematisch toll umgesetzt, hochwertig produziert und eine schöne Idee: Sherlock-Fans durch London lotsen, mit täglichen Rätseln und Story-Element. Es fühlt sich wie ein kleiner Escape Room zu Hause an – ideal für 1–2 Personen (oder mit Freunden/Familie). Schwierigkeit: Mittel bis anspruchsvoll, perfekt für Rätsel-Fans. Und ja: Auch im März hat’s Spaß gemacht!

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