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Catherine Doyle

The Rebel and the Rose

Die Gilden von Fantome Band 2

Originaltitel: The Rebel and the Rose | Übersetzt von: Barbara Imgrund 
ONE (2026) | 560 Seiten
ISBN: 978-3-8466-0298-0
Genre: Fantasy, Romance | Altersempfehlung: ab 14
Tropes: enemies to lovers, found family, touch her and die, dual POV, slow burn, revenge, rival guilds, hidden heritage, moral gray area
Klappentext:

An einem abgelegenen Ort planen Seraphine und ihre Flammengilde, die Schattenmagie auszurotten. Doch während Sera noch lernt, ihre aufkeimenden Kräfte zu kontrollieren, ruft das Schicksal sie zurück nach Fantome – und zu Ransom, dem Dagger, der ihr nicht aus dem Kopf geht. Ransom spürt, wie er sich als Anführer der Dolchgilde immer weiter von dem entfernt, was er sein möchte. Als sich im Königreich Rebellion regt und ein gefährlicher Prinz an Macht gewinnt, sehen sich Sera und Ransom gezwungen, zusammenzuarbeiten, und ihre zerrissenen Herzen werden auf eine harte Probe gestellt. Währenddessen entfaltet sich eine alte Prophezeiung, die das Schicksal von Valterre für immer verändern wird …

Dieses Buch gibt es in zwei Versionen: mit und ohne Farbschnitt. Sobald die Farbschnitt-Ausgabe ausverkauft ist, liefern wir die Ausgabe ohne Farbschnitt aus.

Kurzbewertung

Handlung & Spannung:

Idee & Originalität:

Cover & Aufmachung:

Charaktere & Entwicklung:

Schreibstil & Sprache:

Gesamtbewertung:

Die deutsche Ausgabe von „The Rebel and the Rose“ fügt sich optisch nahtlos an den ersten Band an. Cover und Aufmachung wirken ebenso stimmig und hochwertig, sodass die Bücher nebeneinander ein einheitliches Bild ergeben. Die Geschichte setzt direkt dort an, wo der Vorgänger endete, und weitet den Blick über die Stadt Fantome hinaus. Die Handlung bleibt spannend und treibt die Figuren in neue Richtungen, auch wenn man zwischendurch nicht immer sicher ist, wohin der Weg letztlich führen wird.

Handlung

Drei Monate nach den Ereignissen des ersten Bandes lebt Seraphine mit ihren Gefährten abseits der Stadt und baut die Flammengilde auf. Ihr Ziel ist es, die Schattenmagie mit dem neu entdeckten Lightfire zurückzudrängen. Gleichzeitig ringt sie mit den wachsenden Kräften in sich, die sie noch nicht vollständig beherrscht. Ransom hat die Führung der Dolchgilde übernommen und kämpft mit der Last dieser Rolle. Er kann Seraphine nicht aus dem Kopf bekommen, auch wenn die Umstände sie getrennt haben. Im Königreich Valterre gärt Unruhe. Ein Prinz gewinnt an Einfluss und beruft sich auf alte Prophezeiungen. Der König zwingt Seraphine und Ransom zu einer unfreiwilligen Zusammenarbeit, um eine neue Bedrohung zu stellen. Gemeinsam und widerwillig begeben sie sich auf eine Reise, die sie durch neue Orte und tiefer in die Geheimnisse der Magie und der Vergangenheit führt. Die Gilden, die Monarchie und die aufkommenden Heiligenkräfte prallen aufeinander, während persönliche Bindungen und alte Rivalitäten weiterwirken.

Tropes

enemies to lovers reunited, forced proximity, found family, rivals to allies, slow burn, prophecy, power struggle, moral grey area, dual POV, touch her and die

Charaktere und Entwicklung

Seraphine wächst in diesem Band spürbar über die Rolle hinaus, die sie im ersten Teil eingenommen hat. Sie trägt nun Verantwortung für die Flammengilde und ringt gleichzeitig mit den Kräften, die in ihr wachsen und sich nicht immer steuern lassen. Die Unsicherheit bleibt spürbar, ebenso der Druck, Entscheidungen zu treffen, die über ihr eigenes Leben hinausreichen. Ransom steht unter dem Gewicht der Führung der Dolchgilde. Die Erwartungen, die an ihn gestellt werden, und die Entscheidungen, die er treffen muss, ziehen ihn weiter von dem weg, was er eigentlich sein möchte. Seine innere Zerrissenheit wird deutlicher, besonders in den Momenten, in denen er mit Seraphine zusammentrifft.

Zwischen den beiden entsteht durch die erzwungene Nähe eine neue Dynamik. Das Misstrauen und die alte Anziehung sind noch da, doch sie treffen nun auf veränderte Versionen voneinander. Die Gespräche und stillen Beobachtungen zwischen ihnen tragen viel von der Spannung. Man spürt, wie beide versuchen, die Distanz zu halten und gleichzeitig immer wieder darüber hinwegzugreifen. Die Beziehung bleibt von Pflicht, Schuld und dem Wunsch nach Nähe geprägt und entwickelt sich in kleinen, glaubwürdigen Schritten weiter.

Besonders stark ist, dass die Nebenfiguren deutlich mehr Raum bekommen. Val und Theo rücken stärker in den Fokus und erhalten eigene Szenen und Entscheidungen, die sie greifbarer machen. Ihre Bindung zu Seraphine und untereinander gewinnt an Gewicht. Bei den Daggers treten Nadja und Caruso klarer hervor. Sie sind nicht nur Beiwerk, sondern tragen eigene Motivationen und Konflikte in die Handlung. Dadurch wirken die Gruppen lebendiger und die Entscheidungen der Hauptfiguren stehen in einem dichteren Beziehungsgeflecht.

Schreibstil, Worldbuilding usw.

Der Schreibstil bleibt klar und bildhaft. Die Beschreibungen neuer Schauplätze wie der Universität und der Dörfer erweitern die Welt über Fantome hinaus und machen Valterre greifbarer. Die Magie um Shade und Lightfire wird weiter ausdifferenziert, und die Prophezeiungen fügen eine zusätzliche Schicht hinzu. Die duale Perspektive wechselt weiterhin zwischen Seraphine und Ransom und gibt beiden Raum für ihre Gedanken und Entscheidungen. Dialoge und innere Monologe tragen die Spannung, die aus der erzwungenen Nähe entsteht. Das Tempo hält sich in der ersten Hälfte eher ruhig, während die zweite Hälfte an Fahrt aufnimmt und die Konflikte zuspitzt. Die deutsche Ausgabe behält die Lesbarkeit des ersten Bandes bei.

Meinung

Die Handlung greift die offenen Fäden des Vorgängers auf und spinnt sie weiter, ohne sich zu wiederholen. Die erzwungene Zusammenarbeit von Seraphine und Ransom erzeugt spürbare Spannung. Man merkt, dass beide verändert sind und trotzdem zueinander finden. Die Reise durch das Königreich öffnet die Welt und zeigt, dass Fantome nur ein Teil eines größeren Ganzen ist. Die Figur des Prinzen Andreas bringt eine neue Art von Gefahr, die über die bisherigen Gildenkonflikte hinausgeht. Die Prophezeiungen und die Frage nach Heiligenkräften werfen Fragen auf, deren Richtung nicht immer klar absehbar ist. Manche Wendungen überraschen, andere fühlen sich vorbereitet an. Die Entwicklung der Flammengilde und die Anstrengungen, Lightfire nutzbar zu machen, wirken konsequent. Die Beziehung der beiden Hauptfiguren bleibt der emotionale Kern und trägt durch die schwierigen Phasen. Verluste und Opfer treffen hart und unterstreichen die Einsätze. Das Ende lässt Raum für weitere Entwicklungen und schließt nicht alles ab, was zur Serie passt.

Fazit

„The Rebel and the Rose“ setzt die Geschichte von Seraphine und Ransom stimmig fort und weitet den Blick auf das gesamte Königreich. Die Handlung bleibt spannend, die Figuren entwickeln sich weiter, und die neuen Schauplätze und Konflikte halten das Interesse hoch. Optisch fügt sich die deutsche Ausgabe nahtlos an den ersten Band an. Wer den Vorgänger gelesen hat, findet hier eine logische und fesselnde Fortsetzung.

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