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StoryScan

eisfeuersaga5

K.T. Steen

Die Prinzen des Winters

Eisfeuer (Eisfeuer-Saga 5)

 ‎Edition Grace O`Malley (2026) | 372 Seiten
ISBN: 978-3689370244
Genre: Fantasy, Romance | Altersempfehlung: ab 14
Tropes: Epic Finale, Prophecy, Divine Intervention, Parallel Storylines, Converging Paths, Found Family, Sacrifice, War, Power Struggle, Slow Burn Romance, Passionate Romance, Happy Ending, Identity Awakening, Betrayal
Klappentext: Während Eyra sich auf den bevorstehenden Krieg vorbereitet und weitere Drachen befreit, bricht ihre Familie zur Quelle der Magie auf – in der Hoffnung, die Edelsteine zu zerstören und eine friedliche Lösung zu finden. Doch laut einer Prophezeiung lauert auf diesem Weg der Tod. Ist diese Weissagung eine List der dunklen Mächte, um sie aufzuhalten? Oder eine Warnung der guten Mächte? Es gibt nur einen Weg, das herauszufinden.

Kurzbewertung

Handlung & Spannung:

Idee & Originalität:

Cover & Aufmachung:

Charaktere & Entwicklung:

Schreibstil & Sprache:

Gesamtbewertung:

Mit „Eisfeuer“ schließt die Eisfeuer-Saga ab. Es ist mit Abstand das umfangreichste Buch der Reihe, und das aus gutem Grund. In diesen Seiten passiert ungemein viel. Nach fünf Bänden, in denen ich Eyra, die drei Prinzen und ihre Gefährten begleitet habe, steht nun das große Finale an. Offene Handlungsfäden laufen zusammen, die Einsätze erreichen ihren Höhepunkt, und der Abschluss wirkt verdient und intensiv.

Handlung (spoilerfrei)

Während Eyra sich auf den bevorstehenden Krieg vorbereitet und weitere Drachen befreit, bricht ihre Familie zur Quelle der Magie auf. Sie hoffen, die Edelsteine zu zerstören und eine friedliche Lösung zu finden. Eine Prophezeiung kündigt jedoch den Tod auf diesem Weg an. Ist die Weissagung eine List der dunklen Mächte, um sie aufzuhalten, oder eine Warnung der guten Kräfte? Es gibt nur einen Weg, das herauszufinden. Das große Finale der Eisfeuer-Saga.

Zusammenfassung bis hierher

Nach ihrer Flucht erreichen Eyra und ihre Gefährten die Drachenhöhle in Calor. Eyra leistet dem Feuergott Emberis den Schwur, den Eiskristall zu finden, Lorelai zu stürzen und den Stein für kommende Generationen unbrauchbar zu machen. Scheitert der Plan, wird sie die Drachen befreien und in den Krieg gegen die Winterelfen ziehen. In Wahrheit verfolgt die Gruppe jedoch einen geheimen Plan: Alle vier göttlichen Edelsteine sollen in die Quelle der Magie geworfen werden, um die weiße Magie zu neutralisieren und den Eiskristall zu zerstören. Die Gruppe teilt sich. Fayette und Noah reisen nach Oritea, Saul und Patricia nach Vallesland, Eyra und Lazar nach Tallesfeld. Fayette wird von der Göttin auserwählt und fürchtet um ihr Leben. Saul heiratet Lianneh, um an den Waldsmaragd zu gelangen, und gerät unter den Einfluss der Macht des Steins. Der Angriff auf Lorelai scheitert. Emberis verlangt den Krieg. Eine neue Prophezeiung deutet auf Liebe und die Vereinigung der drei Prinzen hin. Am Ende von Band 4 brechen Lazar, Patricia, Saul, Noah, Fayette und Lyra zur Quelle auf, während Eyra und Merkan die Drachen erwecken.

Tropes

Epic Finale, Prophecy, Divine Intervention, Parallel Storylines, Converging Paths, Found Family, Sacrifice, War, Power Struggle, Slow Burn Romance, Passionate Romance, Happy Ending, Identity Awakening, Betrayal

Charaktere und Entwicklung

Eyra steht im Zentrum der Kriegsvorbereitungen und der Drachenbefreiung. Sie muss ihren Schwur erfüllen und gleichzeitig nach anderen Wegen suchen. Ihre Entwicklung zur Anführerin erreicht hier ihren Höhepunkt. Lazar bleibt an ihrer Seite und wächst als Partner und strategischer Kopf. Saul und Patricia liegen bei mir weiterhin ganz weit vorn. Ihre Beziehung und der Kampf gegen die korrumpierende Macht des Steins bleiben überzeugend und emotional stark. Noah und Fayette rutschen etwas ab. Sie wirken mir zu sehr wie ein Kitschpärchen, und Fayettes Hilfsbereitschaft weicht stellenweise wieder dem Trotz und der Zickigkeit der früheren Bände. Trotzdem bleibt die gewachsene Familie spürbar. Die Figuren kämpfen nicht nur gegen äußere Feinde, sondern auch umeinander und um Alternativen zum blinden Opfer.

Schreibstil, Worldbuilding usw.

  1. T. Steen führt den Multiple-POV-Stil fort und lässt die Handlungsstränge parallel laufen, bevor sie zusammenkommen. Der Schreibstil bleibt flüssig und atmosphärisch. Er wechselt zwischen Schlachtszenen, emotionalen Momenten und den Auseinandersetzungen mit den Göttern. Das Worldbuilding erreicht seinen Abschluss. Die Quelle der Magie, die Drachen, die Götter beider Seiten und die politischen Folgen des ewigen Winters werden greifbar. Das umfangreiche Buch nutzt den Raum, um vieles aufzulösen und gleichzeitig neue Dramatik zu erzeugen.

Meinung (mit Spoilern)

Band 5 beginnt genau dort, wo Band 4 endet. Die eine Gruppe ist mit den Steinen auf dem Weg zur Quelle, während Eyra und Merkan die restlichen Drachen befreien und den Krieg vorbereiten. Es handelt sich um keine klassische Heldenreise. Die Truppe scheitert an vielen Stellen, weil sie sich nicht blind opfert, sondern von denen, die sie lieben, aufgehalten wird und nach Alternativen sucht. Die Pfade laufen wieder zusammen, die Götter sitzen ihnen im Nacken, und selbst als sie mitten in der Schlacht in eine Falle laufen, ist an Aufgeben nicht zu denken. Das Auf und Ab der Gefühle endet mit einem lauten Knall und einigen Tränen – so wie vorausgesagt in der Prophezeiung.

Ich kann nicht behaupten, dass ich die guten Mächte nun deutlich sympathischer finde als die bösen. Beide Seiten der Götterwelt haben einen gewissen Dachschaden, wenn ich das einfach so salopp sagen darf. Aber immerhin gibt es ein Happy End. Das Buch ist mit den knapp 500 Seiten nicht kurz und neben Schlacht und Abenteuer, haben wir auch Stellen, an denen die Figuren reifen dürfen und auch mit ihren Aufgaben wachsen.

Storytechnisch liegen Patricia und Saul bei mir weiterhin ganz weit oben. Lazar und Eyra ziehen in diesem Band an Noah und Fayette vorbei. Die beiden werden mir etwas zu kitschig, und Fayettes Art kippt stellenweise.

Fazit

„Eisfeuer“ ist ein würdiger und intensiver Abschluss der Eisfeuer-Saga. Vieles läuft zusammen, die Einsätze sind hoch, und die Charaktere kämpfen bis zum Ende um Alternativen statt um blindes Opfer. Das umfangreiche Buch bietet Raum für Drama, Emotionen und die Auflösung der großen Fragen um Götter, Steine und den ewigen Winter. Die Reihe endet rund und hinterlässt den Eindruck einer durchgearbeiteten Geschichte mit starken Figuren und einer lebendigen Welt.

 

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