Zum Hauptinhalt springen

StoryScan

royallies_BG

Lena Kiefer

Royal Lies

Royal Heist, Band 3

LYX (2026) | 512 Seiten
ISBN: 978-3736326019
Genre: Romance | Altersempfehlung: ab 16
Klappentext: Darcy ist enttarnt. Nachdem die Wahrheit über ihre Identität öffentlich gemacht wurde, stellt die Queen sie vor eine schmerzhafte Wahl: Entweder sie verlässt England und damit Tristan für immer, oder sie und ihre Crew landen hinter Gittern. Für Darcy gibt es nur eine Entscheidung, auch wenn sie ihr das Herz bricht. Doch je länger sie und Tristan voneinander getrennt sind, desto klarer wird ihnen, dass sie um ihre gemeinsame Zukunft kämpfen wollen, auch wenn es aussichtslos erscheint. Aber während Tristan seine Familie vor seinem Bruder zu beschützen versucht und Darcy ihren Job als Trickbetrügerin immer mehr hinterfragt, ändert ein Moment plötzlich alles. Und schließlich steht für The Robbin’ Hood ein letzter gemeinsamer Coup an – ein Coup, der alles, was die Crew bislang erreicht hat, in den Schatten stellt. Denn dieses Mal geht es um Leben und Tod …
Transparenzhinweis: Diese Rezension basiert auf einem kostenlos zur Verfügung gestellten Leseexemplar durch netgalley.

Kurzbewertung

Handlung & Spannung:

Idee & Originalität:

Cover & Aufmachung:

Charaktere & Entwicklung:

Schreibstil & Sprache:

Gesamtbewertung:

Mit „Royal Lies“ endet die Royal-Heist-Trilogie von Lena Kiefer, und ich gebe zu, dass ich mit gemischten Gefühlen an diesen finalen Band herangegangen bin. Die ersten beiden Teile hatten mich von Anfang an mitgenommen. Band eins hatte mich mit seiner Mischung aus Heist-Elementen und royalen Intrigen sofort gepackt, Band zwei hatte den Cliffhanger so geschickt gesetzt, dass ich ungeduldig auf die Fortsetzung gewartet habe. Jetzt lag also der Abschluss vor mir, und ich wollte wissen, ob Lena Kiefer die Fäden so zusammenführen würde, dass die Reihe für mich rund wird. Spoilerfrei gesprochen: Es gibt starke Momente, emotionale Höhepunkte und eine Auflösung, die vieles klärt. Gleichzeitig habe ich in der Mitte des Buches das Gefühl gehabt, dass die Geschichte etwas an Tempo verliert und einzelne Wendungen nicht so überraschend kommen, wie ich es mir erhofft hatte. Trotzdem bleibt „Royal Lies“ ein Abschluss, den ich nicht missen möchte, weil die Figuren und ihre Beziehungen mich auch hier wieder eng an die Seiten gebunden haben.

Handlung (spoilerfrei)

Nachdem die Ereignisse aus Band zwei alles auf den Kopf gestellt haben, steht Darcy vor einer unmöglichen Entscheidung. Die Queen macht ihr klar, dass sie entweder England und damit Tristan für immer verlassen muss oder dass sie und ihre Crew hinter Gittern landen. Darcy trifft eine Wahl, die ihr das Herz bricht, und die Trennung von Tristan lastet schwer auf beiden. Während Tristan versucht, seine Familie vor den machthungrigen Bestrebungen seines Bruders zu schützen, hinterfragt Darcy immer stärker, ob ihr Leben als Trickbetrügerin noch das ist, was sie wirklich will. Ein entscheidender Moment ändert plötzlich die Ausgangslage, und The Robbin’ Hood bereitet sich auf einen letzten gemeinsamen Coup vor. Diesmal geht es nicht mehr nur um Rache oder Beute, sondern um Leben und Tod. Die Handlung bewegt sich zwischen emotionalen Auseinandersetzungen, royalen Intrigen und dem Aufbau dieses finalen Plans. Ich habe die Spannung an vielen Stellen gespürt, besonders wenn die Crew wieder zusammenkommt und die persönlichen Konflikte der Figuren in den Vordergrund rücken. Gleichzeitig zieht sich die Geschichte in der Mitte etwas, bevor sie im letzten Drittel wieder Fahrt aufnimmt.

Tropes

Forbidden love, royal romance, heist, found family, revenge, second chance

Charaktere und Entwicklung

Darcy bleibt für mich die Figur, die die Reihe trägt, auch wenn Tristan ebenfalls ein POV ist. Ihre innere Zerrissenheit zwischen dem Wunsch nach einem normalen Leben und der Loyalität zu ihrer Crew wird hier noch deutlicher. Sie hinterfragt ihre Entscheidungen, kämpft mit Schuldgefühlen und muss akzeptieren, dass Rache allein nicht mehr ausreicht, um sie voranzutreiben. Tristan entwickelt sich ebenfalls weiter. Er ist nicht mehr nur der unberechenbare Prinz, der Darcy herausfordert, sondern jemand, der bereit ist, für die Menschen, die ihm wichtig sind, echte Risiken einzugehen. Die Beziehung zwischen den beiden fühlt sich in diesem Band reifer an, auch wenn die äußeren Umstände sie immer wieder auseinanderreißen.

Die Crew von The Robbin’ Hood bekommt ebenfalls Raum. Linus, der Bruder, bleibt eine treibende Kraft in all den Intrigen und Auflösungen, und die anderen Mitglieder sorgen dafür, dass das Gefühl von Zusammenhalt spürbar bleibt. Einige Nebenfiguren aus dem royalen Umfeld, vor allem innerhalb der Familie, gewinnen an Kontur und machen die Konflikte glaubwürdiger.

Was mir gefallen hat: Die Entwicklungen wirken organisch und bauen auf dem auf, was in den vorherigen Bänden angelegt wurde.

Was mir weniger gefallen hat: Manche Nebenstränge hätten aus meiner Sicht noch etwas mehr Raum verdient, um die Figuren noch tiefer greifen zu lassen.

Schreibstil, Worldbuilding usw.

Lena Kiefers Schreibstil ist auch hier flüssig und leicht zugänglich. Die Wechsel zwischen den Perspektiven von Darcy und Tristan funktionieren gut und geben Einblicke in die jeweiligen inneren Konflikte. Die Beschreibungen der royalen Welt bleiben atmosphärisch, ohne sich in Details zu verlieren. Paläste, Empfänge und die ständige Beobachtung durch die Öffentlichkeit kommen spürbar rüber.

Das Worldbuilding der Heist-Elemente ist weiterhin stark. Die Planung des finalen Coups fühlt sich durchdacht an, und die Dynamik innerhalb der Crew vermittelt das Gefühl, dass diese Menschen wirklich aufeinander angewiesen sind. Gleichzeitig merke ich, dass die Geschichte in der Mitte etwas an Tempo verliert. Manche Szenen dehnen sich, bevor der nächste Spannungsbogen greift. Das Worldbuilding der royalen Intrigen bleibt glaubwürdig, auch wenn einzelne Wendungen für mich vorhersehbar waren. Insgesamt hält der Stil das Buch lesbar und emotional nah.

Meinung (mit Spoilern)

Jetzt wird es detaillierter. Der Cliffhanger aus Band zwei hatte mich wirklich gepackt, und ich war gespannt, wie Darcy und Tristan den Unfall und die Enthüllung überstehen würden. Die Entscheidung der Queen, Darcy vor die Wahl zu stellen, England zu verlassen oder die Crew zu opfern, trifft entsprechend hart. Darcy geht, und die Trennung lastet schwer. Ich habe mit beiden mitgefühlt, als sie versuchen, an einer gemeinsamen Zukunft festzuhalten, obwohl alles dagegen spricht. Tristan kämpft parallel darum, seine Familie vor Spencer zu schützen, und hier wird klar, wie tief die Machtspiele innerhalb der Royals gehen.

Der Moment, der alles ändert, kam für mich nicht völlig überraschend, aber er setzt die Handlung wieder in Bewegung. Wobei ich gestehen muss, dass mir Spencers wundersamer Wechsel der Seiten dann doch irgendwie … zu schnell ging? Das ganze wird über ein paar Seiten abgehandelt und damit fällt schon direkt sehr schnell einer der eigentlichen „Antagonisten“ und eine der Bedrohungen sehr früh. Da hätte man bestimmt noch viel mehr Dreckwäsche veröffentlichen können.

Der finale Coup von The Robbin’ Hood hat mich dann wieder stärker reingezogen. Die Planung, die Risiken und die persönlichen Einsätze fühlen sich gewichtig an. Gleichzeitig habe ich in der Mitte des Buches das Gefühl gehabt, dass sich einige Konflikte in die Länge ziehen. Gespräche und innere Monologe wiederholen teilweise Themen, die schon klar waren, und einzelne Plottwists ließen sich absehen.

Trotzdem bleibt die emotionale Bindung an Darcy und Tristan stark. Ihre Entwicklung von zwei Menschen, die sich zunächst misstrauen und herausfordern, hin zu einem Paar, das bereit ist, alles zu riskieren, trägt den Band. Die Crew bekommt ihren verdienten Abschluss, und das Gefühl von Found Family wird hier noch einmal betont. Am Ende schließt die Geschichte die wichtigsten Bögen, auch wenn ich mir an manchen Stellen etwas mehr Überraschungsmomente gewünscht hätte.

Fazit

„Royal Lies“ ist für mich ein solider und emotionaler Abschluss der Trilogie. Die ersten beiden Bände hatten mich stärker gepackt, vor allem durch Tempo und den gelungenen Cliffhanger am Ende von Band zwei. Hier spüre ich in der Mitte eine gewisse Länge und einige vorhersehbare Wendungen, die den Lesefluss etwas bremsen. Gleichzeitig gelingt es Lena Kiefer, die Figuren glaubwürdig weiterzuentwickeln und die Beziehung zwischen Darcy und Tristan zu einem zufriedenstellenden Ende zu führen.

0 0 Bewertungen
Artikel Bewertung
Abonnieren
Benachrichtigen bei
0 Kommentare
Älteste
Neueste Meistbewertet
0
Deine Meinung würde uns sehr interessieren. Bitte kommentiere.x