Yvonne Wundersee
Elemental Souls
Earth
„Plötzlich auftauchende Tätowierungen, grüne Haarsträhnen und Hände, die vor Magie leuchten – doch solange er mich hält, fühle ich mich unbesiegbar.“
Nayomis Zukunft zerbricht als der rätselhafte Thiago sie zuerst rettet und dann behauptet, sie sei die Auserwählte des Elements Erde. Gemeinsam sollen sie den Splitter des Erdsiegels zu einem Tempel bringen, dessen Standort selbst Thiago nicht kennt. Genau! Ausgerechnet sie. Erst als ein verheerendes Erdbeben ihre Stadt erschüttert und beide eine uralte Magie entfesseln, glaubt sie ihm.
Eine spannende Reise beginnt, die nicht nur Nayomi mit ihrer dunklen Vergangenheit auf den Straßen von Las Vegas konfrontiert. Auch Thiago muss sich den Schatten seiner Geschichte im Dschungel Kolumbiens stellen.
Zwischen wütenden Naturgewalten, grün leuchtender Magie und gefährlichen Gefühlen entscheidet sich, ob sie stark genug sind, die Erdenergie zu bannen oder die entfesselten Mächte alles verschlingen.
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Außer Kontrolle geratene Naturkräfte und nur die fünf auserwählten Elementseelen können die Vernichtung der Erde verhindern. Fünf fantastische Abenteuer, ein gemeinsames Ziel. Komm mit – auf eine packende Reise voller Spannung und tiefer Emotionen.
Kurzbewertung
Handlung & Spannung:
Idee & Originalität:
Cover & Aufmachung:
Charaktere & Entwicklung:
Schreibstil & Sprache:
Gesamtbewertung:
Dieses Rezensionsexemplar verdanke ich der lieben Autorin Yvonne. Von ihr habe ich bereits einige Bücher gelesen und mich auf dieses hier besonders gefreut. Manchmal springt der Funke thematisch trotzdem nicht zu hundert Prozent über, auch wenn die früheren Werke genial waren. Genau so ging es mir leider bei „Elemental Souls – Earth“. Es ist und bleibt jedoch einfach ein gutes Buch, aber eben für seine Zielgruppe. Das Buch ist Teil der Elemental Souls Reihe mit verschiedenen Elementen im Mittelpunkt.
Handlung
Nayomi lebt in Las Vegas und trägt eine dunkle Vergangenheit mit sich, als der rätselhafte Thiago plötzlich in ihr Leben tritt. Er rettet sie und behauptet zugleich, sie sei die Auserwählte des Elements Erde. Gemeinsam sollen sie den Splitter des Erdsiegels zu einem Tempel bringen, dessen Standort selbst Thiago nicht kennt. Nayomi zweifelt an allem, bis ein heftiges Erdbeben die Stadt erschüttert und in Beiden die uralte Magie freisetzt. Plötzlich erscheinen Tätowierungen, grüne Haarsträhnen und Hände, die vor Magie leuchten. Die Reise führt die beiden nicht nur durch die Schatten von Nayomis Vergangenheit auf den Straßen von Las Vegas, sondern auch in den Dschungel Kolumbiens, wo Thiago sich den eigenen dunklen Geschichten stellen muss. Während Naturgewalten außer Kontrolle geraten und die anderen Elementseelen erwachen, entscheidet sich, ob Nayomi und Thiago stark genug sind, die Erdenergie zu bannen, oder ob die entfesselten Mächte alles verschlingen. Die Geschichte bildet den Auftakt einer Reihe, in der fünf auserwählte Elementseelen die Vernichtung der Erde verhindern sollen.
Tropes
Chosen One, elemental magic, forced proximity, dark past, slow burn, dual trauma confrontation, nature out of control, journey to unknown temple
Charaktere und Entwicklung
Nayomi startet als Frau, deren Alltag von den „harten Straßen“ Las Vegas geprägt ist. Ihre Skepsis gegenüber Thiagos Behauptungen wirkt glaubwürdig und gibt ihr von Beginn an eine klare Haltung. Mit dem Erwachen der Erdmagie verändern sich nicht nur äußere Zeichen an ihrem Körper, sondern auch ihr Umgang mit Kontrolle, Vertrauen und der eigenen Vergangenheit. Thiago erscheint zunächst als Retter und zugleich als jemand, der selbst mit Schatten aus dem kolumbianischen Dschungel kämpft. Die Verbindung zwischen den beiden wächst über gemeinsame Gefahr und die Notwendigkeit, eng zusammenzuarbeiten. Beide Figuren tragen erkennbare Lasten, die im Laufe der Handlung sichtbar werden und sie zwingen, sich ihren jeweiligen Geschichten zu stellen. Die Entwicklung bleibt nah an den inneren Konflikten. Nebenfiguren und die angedeuteten anderen Elementseelen bleiben eher im Hintergrund, was den Fokus klar auf dem Paar und ihrer Aufgabe hält. Die emotionale Nähe entsteht vor allem aus den gemeinsamen Momenten der Verwundbarkeit und dem allmählichen Zulassen von Nähe, ohne dass die Figuren plötzlich zu vollkommen anderen Menschen werden.
Schreibstil, Worldbuilding usw.
Der Schreibstil ist zugänglich und flüssig lesbar. Szenen in Las Vegas und später im Dschungel Kolumbiens werden mit ausreichend Atmosphäre beschrieben, ohne sich in langen Ausschweifungen zu verlieren. Die Magie der Erde zeigt sich über greifbare Zeichen wie leuchtende Hände, plötzlich auftauchende Tätowierungen und grüne Haarsträhnen. Das Worldbuilding baut auf dem Konzept der fünf Elementseelen auf, die außer Kontrolle geratene Naturkräfte bändigen müssen. Der Splitter des Erdsiegels und der unbekannte Tempel geben der Handlung ein klares Ziel. Die Verbindung zwischen den persönlichen Traumata der Figuren und den größeren Naturgewalten ist vorhanden, bleibt aber eher andeutend als tief ausgearbeitet. Die Spannung entsteht vor allem aus dem persönlichen Fortkommen der beiden und weniger aus einer konstant spürbaren äußeren Bedrohung durch die anderen entfesselten Elemente. Die Beschreibungen der Magie und der Naturgewalten sind anschaulich, halten sich jedoch in einem Rahmen, der die Geschichte nahbar und nicht überladen wirken lässt.
Meinung
Der Anfang zieht sofort hinein. Schon im Prolog sind wir mitten in der Handlung rund um das Freisetzen der Elemente. Direkt darauf springen wir zu Nayomi und ihrer Kindheit bzw. zu ihrem heutigen Leben. Die Rettung, Thiagos Behauptung und das Erdbeben, das die Magie freisetzt, funktionieren gut und wecken echte Neugier. Auch das Ende hat Kraft und schließt den Bogen der Erde-Handlung auf eine Weise, die im Grunde auch Lust auf die anderen Bücher machen.
Dazwischen verliert die Geschichte allerdings für mich etwas an Zug. Obwohl Nayomi und Thiago ständig von den anderen außer Kontrolle geratenen Elementen verfolgt werden und Naturgewalten toben, stellte sich bei mir selten das Gefühl echter Gefahr ein. Die Bedrohung bleibt eher behauptet als spürbar. Vielleicht lag es daran, dass ich mir insgesamt mehr Fantasy-Elemente erhofft hatte. Die Magie ist da, die Reise ist da, die dunklen Vergangenheiten sind da, und doch wirkte der Mittelteil für mich eher wie eine Abfolge von Stationen als wie eine durchgehend packende Eskalation.
Die romantische Entwicklung zwischen den beiden ist spürbar und nimmt Raum ein, ohne die Handlung komplett zu überlagern. Nayomis Auseinandersetzung mit ihrer Vergangenheit in Las Vegas und Thiagos Konfrontation mit dem Dschungel Kolumbiens bringen emotionale Tiefe, bleiben aber stellenweise etwas vorhersehbar. Die Figuren wachsen aneinander und an ihren Aufgaben, doch die äußere Gefahr, die eigentlich konstant über ihnen schweben sollte, fühlte sich für mich selten wirklich bedrohlich an.
Das ist schade, weil der Rahmen und die Grundidee stark sind. Anfang und Ende tragen das Buch, der Weg dazwischen hält das Tempo eher konstant als steigernd. Insgesamt bleibt es ein solides Buch mit klaren Stärken an den Rändern und einem Mittelteil, der mich nicht ganz so sehr gepackt hat, wie ich es mir erhofft hatte.
Fazit
„Elemental Souls – Earth“ liefert einen zugänglichen Einstieg in eine Reihe über entfesselte Elemente und die fünf auserwählten Seelen, die sie bändigen sollen. Die Figuren tragen erkennbare Lasten, die Magie zeigt sich greifbar und die Rahmenhandlung mit dem Splitter und dem Tempel gibt Orientierung. Der Anfang und das Ende sitzen, der Mittelteil hält das Tempo eher konstant als steigernd. Die Geschichte verbindet persönliche Traumata mit einer größeren Aufgabe und lässt Raum für die romantische Entwicklung, ohne dass die äußere Bedrohung durchgängig spürbar wird. Es ist ein Buch mit starken Rahmenpunkten und einer klaren Reihenidee, das an manchen Stellen sehr mitnimmt und an anderen eher gleichmäßig dahinfließt.